Archiv für Juni 2012

23. 06. 2012: SQUEERDANCE RM16-Soli im AZ Conni

SQUEERDANCE // RM16-Soli

SQUEERDANCE // RM16-Soli am 23.06.2012

21:00 // unten // Vortrag
Einzelpersonen beschreiben die aktuelle Situation der RM16.

23:00 // oben // Party
Zacker (NO NO NO! & GLITTER + TRAUMA // Leipzig)
SQUEERDANCE DJ*s (FLiERS + L_Sa & kikimike // Dresden

Eigentlich wollten wir im Juni ja unser einjähriges Sein im Klub RM16 feiern, doch Umbaumaßnahmen im Keller stehen der Umsetzung im Weg. Also wechseln wir kurzerhand in unsere zweite Wirkungsstätte und sammeln Geld für die Baugruppe der RM16. Auf dass wir bald wieder in Pieschen squeerdancen können.
Das geplante LineUp bleibt aber auch bei Locationwechsel bestehen und wir können endlich offiziell bestätigen, dass Zacker nach Dresden kommen wird. Der Kopf von NO NO NO! und GLITTER+TRAUMA teilt seine raren DJ-Sets mit Bedacht auf, auch das bei uns erforderte einiges an Überredungskunst. Er schob seine spontane Zusage im Nachhinein auf die GinTonic-Laune, aber keine Ausrede lassen wir gelten, er kommt uns nicht mehr davon!
Unterstützt wird er von den SQUEERDANCE-DJ*s, die einmal mehr ihre Vorstellung von queeren Pop, tanzbarer Grrrlmusik und sanften Electronica in die Tat umsetzen werden.
In diesem Sinne: GinTonic-Laune für alle und einmal mehr die Erkenntnis: „If you want something, then you got something, if you want something right now you’re gonna get it!”

squeerdance.blogsport.de

22. 06. 2012: 21Uhr wieder Umsontkino im Hof

Juni|Juli 2012: Antirassistische Veranstaltungsreihe im RM 16 Umsonstkino im Hof (Open Air Veranstaltung)

Am Freitag den 22. 06. 2012: 21 Uhr zeigen wir „La Ballade des Sans Papiers“

Tagebuch der Bewegung der Ohne Papiere in Frankreich

Der Film ist eine Chronik der französischen ImmigrantInnen-Bewegung der „Sans Papiers“ von der Besetzung der Saint-Ambroise-Kirche im März 1996 durch 300 AfrikanerInnen bis zu den Beilschlägen in St. Bernard am 23. August.

Produktion: agence IM´Media, Paris

Realisation: Samir Abdallah, Raffaele Ventura

Am Freitag den 29. 06. 2012: 20:30 Uhr Vortrag und Disskusion mit Referenten_innen von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. Oury Jalloh, ein Asylsuchender aus Sierra-Leone, verbrannte 2005 lebendig in einer Dessauer Polizeizelle. Die Referent_innen werden über den aktuellen Prozess und die wie wiederholten Angriffe gegen ihr Engagement berichten.

21:30 Uhr zeigen wir „Tod in der Zelle. Warum starb Oury Jalloh?“

Am Freitag den 06. 07. 2012: 21Uhr „white charity“ Schwarzsein & Weißsein auf Spendenplakaten

Werbeplakate von entwicklungspolitischen Organisationen wie ‚Brot für die Welt‘, ‚Welthungerhilfe‘, ‚Kindernothilfe‘ oder ‚Care‘ prägen das Bild auf Straßen, Plätzen, in Bahnhöfen und U-Bahnen in Deutschland.

Sie haben einen großen Einfluss darauf wie in Deutschland Schwarze und weiße Identitäten konstruiert werden. Der Dokumentarfilm analysiert die Spendenplakate aus einer rassismuskritischen, postkolonialen Perspektive.

‚white charity‘ stellt unterschiedliche Perspektiven vor: Ausgehend von den Spendenplakaten diskutieren Vertreter_innen von Hilfsorganisationen mit Wissenschaftler_innen über Entwicklungszusammenarbeit, koloniale Fantasien, Rassismus und Machtstrukturen.

‚white charity‘ ist eine exemplarische Auseinandersetzung mit Rassismus in Bildern, die weit über den entwicklungspolitischen Horizont von Bedeutung ist und unterstützt einen schärferen Analyseblick auf Bilder in kommerzieller Werbung, Print und TV.

Ein Film von Carolin Philipp und Timo Kiesel
(Regisseur_innen angefragt)

Am Freitag den 13. 07. 2012: 21 Uhr zeigen wir „Tod eines Vertragsarbeiters“ im Gedenken an Jorge Gomondai. Der Mosambikaner wurde im April 1991 von Nazis in Dresden ermordet. Wir sammeln an diesem Abend Spenden für die Familie Gomondai.

Umsonstkino im RM 16 Hof

31.05.2012: Was geht (nicht) in der Rm16?

Nutzung der Veranstaltungsräume des Hausprojektes Rm 16 in Dresden untersagt

bad times for penguins Das Haus auf der Robert-Matzke-Str.16 in Dresden wurde im Oktober 1999 besetzt und seit dem als linkes Wohn- und Kulturprojekt genutzt. Zunächst nur geduldet wurde später ein Mietvertrag ausgehandelt, der inzwischen seit 10 Jahren besteht.
Die Rm16 versteht sich als als selbst organisierter Raum, welcher Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder Sexualität etc. die Möglichkeit geben soll, sich so frei wie möglich zu bewegen. Durch die kontinuierliche Arbeit hat sich die RM 16 zu einem Ort entwickelt an dem z.B. Künstler_innen, antirassistische und gesellschaftskritische Projekte und andere engagierte Menschen Theorie, Praxis und Party leben und alternative Gesellschaftsentwürfe verwirklichen können.

Nachdem wir die letzten Jahre recht ungestört unsere Vereinsveranstaltungen (Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, politische Diskussionsrunden, Vorträge etc.) im Erdgeschoss und Keller abhalten konnten, wurde uns am 24. April durch unseren Vermieter jegliche Nutzung von Erd- und Kellergeschoss zu Versammlungs- und Veranstaltungszwecken untersagt.
Hintergrund ist, dass das LKA Sachsen – nachdem es sich zunächst direkt an unsere Vermieter gewandt hatte – dem Bauaufsichtsamt Dresden die Prüfung unserer Räume „nahegelegt“ hatte. Ein derartiges Vorgehen ist zur Zeit leider gängige Praxis im Kampf gegen linksalternative Projekte, wie beispielsweise beim Hausprojekt Praxis in Dresden Löbtau und alternativen Projekten in Burgstätt und Limbach Oberfrona, die wie unser Haus schon oft Angriffen von Neonazis ausgesetzt waren. Akteur war hierbei nicht immer das LKA, sondern auch lokale Politiker_innen und Stadtverwaltungen.
Das Bauaufsichtsamt (BAA) hatte Keller und Erdgeschoss unseres Hauses am 20. März 2012 besichtigt. Gegen die Nutzung des Kellers in seinem jetzigen Zustand wurden während der Begehung nachvollziehbare Argumente (in erster Linie ein fehlender Notausgang) vorgebracht. Gegen die Nutzung des EG bestanden keine grundsätzlichen sachlichen Bedenken, auf formaler Ebene läge hier aber – zumindest aus Sicht des BAA – eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung vor. Das BAA hat deshalb unseren Vermieter aufgefordert, die zur Prüfung der Zulässigkeit der Nutzungsänderungen erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Unser Vermieter, die Planungs- und Sanierungsgesellschaft Pieschen (PSG) hat uns daraufhin schriftlich mitgeteilt, dass sie dies wegen fehlender Baupläne und aus Kostengründen nicht tun könne und die Nutzung untersagt. Wir lassen den Sachverhalt juristisch prüfen.

Im Sommer werden Open Air Veranstaltungen stattfinden, jedoch ist es unser Ziel so schnell wie möglich wieder Veranstaltungen im Haus durchführen zu können.
Wir freuen uns über Anregungen, Erfahrungsberichte, Spenden o.ä.!

Hausprojekt RM16

Orginalbeitrag unter dem Titel „Nazis zündeln der Staat sperrt ab“ auf indymedia